Alles Jute

Jeder kennt ihn – den guten alten Jutebeutel. Die wenigstens sind jedoch heutzutage aus Jute, doch das nur am Rande.

Gestern kam ich relativ spontan auf die Idee, mir einen Beutel aus rotem Baumwollstoff zu nähen und ihn mit meinem liebsten Star Wars-Motiv zu verzieren. Nun sind meine Textilstifte auch endgültig leer.
Die Nähte sind wie bei allen Stücken, die ich mit der Hand nähe, grob und unordentlich, aber genau so passt es auch zu mir 😉

 

bunt bunt bunt

Vor ein paar Tagen habe ich mich mal wieder an meine Nähmaschine gesetzt und ein neues Sommerkleid genäht. Den Stoff dafür habe ich schon im Januar gekauft und wollte eigentlich auch schon sehr früh in diesem Jahr das Kleid nähen, einfach, um ein wenig Sommerstimmung zu schaffen. Die Faulheit siegte dann jedoch und ich nähte das Kleid erst jetzt.

Der Schnitt ist der gleiche wie bei zwei Kleidern, die ich schon vor einiger Zeit nähte. Den Stoff kaufte ich bei IKEA für 4€/Meter.

Mal ne Tasche abreißen

Ich finde die Idee mit den halb abgetrennten Gesäßtaschen an Hosen und Röcken ja gar nicht schlecht – nämlich dann, wenn sie den Blick freigeben auf etwas, was dahinterliegt.
Das muss dann nur noch schön aussehen.

Ich habe also auch mal etwas genäht und zumindest mir gefällt es. Außerdem bekomme ich nicht genug von diesem Blumenstoff 😉

 

 

Die Klischees und ich

Seit Jahren beschleicht mich der Verdacht, dass meine Mutter mich vielleicht doch zu sehr wie einen Jungen erzogen hat. Immerzu wollte sie einen Sohn haben, den sie mit der Kneifzange aus dem Dreck ziehen und in die Badewanne setzen konnte.
Mit mir hatte sie eine Tochter, die sie aus dem Dreck ziehen konnte, deren zerrissene Hosen sie nähen konnte, die mit Autos gespielt hat und sowieso viel lieber mit Jungs als mit Mädchen und die niemals nie rosa getragen hat.

Gestern Abend dann befand ich mich im IRC Channel zusammen mit einer Horde von Männern und nachdem diese anfingen, sich weibliche Namen zu geben und über Schuhe, Handtaschen und Brustimplantate zu reden, fühlte ich mich zurecht als einziger Mann in dieser Runde. Dachte ich.

Irgendwann zwischen heute Nacht und heute Morgen kam mir dann die Idee, um mich selbst auf meine Klischeehaftigkeit zu prüfen, mein Sammelsurium aus Taschen, Schals und Mützen (Schuhe nicht, da besitze ich wirklich nur eine sehr überschaubare Sammlung) auf dem Fußboden meines Zimmers auszubreiten.

Das Ergebnis dieses Experiments hat mich so dermaßen sprachlos gemacht, dass ich nun, ohne eine weitere Erklärung dazu abzugeben, die Bilder für mich sprechen lasse.

PS: Ich habe es nicht zustande gebracht, alles auf ein Foto zu bekommen…

PPS: Scheiße, ich glaub‘, ich bin ’ne Frau!

alt und blau

Jeder Mensch braucht Jeans. Sei es in Hosen-, Rock-, Kleider- oder Jackenform, in hellem oder dunklem Blau, gar in schwarz, ausgefranst, verwaschen oder ganz neutral.
Denn Jeans passt nahezu zu jedem Anlass und wird sicher auch die nächsten paar Dekaden gefragt sein – und gefragt bedeutet in diesem Fall auch zu günstigen Preisen erhältlich, worüber sich ein Schnäppchenjäger wie ich sich natürlich freut wie ein Kind über einen Lolli 😉

Ich habe mir in der letzten Zeit sowohl eine Art Jeansbluse mit kurzen Ärmeln wie auch eine Jacke in einem sehr schön schmuddeligen Hellblau zugelegt, die natürlich in ihrem Urzustand viel zu langweilig waren, sodass sie aufgehübscht werden mussten.

Die Bluse

Im direkten Vergleich mit der Kamera fällt natürlich auf, dass mein Talent zum originalgetreuen Zeichnen sehr begrenzt ist, aber wann klebt mir die Holga schon mal auf dem Rücken? 😉
Wie Ihr aber sicher unschwer erkennen könnt, habe ich eine besondere Vorliebe für die Plastikkiste, sodass ich es für einen tollen Tribut gehalten habe, sie auf den Rücken der Bluse aufzubringen – zuerst mit einem Textilstift, der aber beim Waschen wider Erwarten stark ausgeblichen ist.
Letztlich habe ich dann in mühevoller Kleinarbeit das Motiv mit schwarzem Stopfgarn nachgestickt.

Die Jacke

Neben der Photographie gehört auch die Kalligraphie zu meinen Leidenschaften, sodass ich auf der Suche nach einer geeigneten Rückenverzierung auf die Idee kam, einen Schriftzug zu entwickeln und ihn auf den Stoff zu bringen. Auch an dieser Stelle sollte es wieder der Textilstift sein – diesmal ohne Bedenken in Bezug auf das Waschen; eine Jeansjacke wird nicht gewaschen! 😉
Doch wie sollte ich mein Vorhaben umsetzen, ohne das Risiko einzugehen, die Jacke zu verschandeln, indem ich einen Fehler mache?

Ich tüftelte Stunde um Stunde, versuchte es mit Fonts aus dem Internet, die ich ausdrucken und als Schablone benutzen wollte, doch nichts gefiel mir gut genug.
Letztlich entwickelte ich den Schriftzug, den Ihr nun sehen könnt, komplett per Hand, schnitt eine Schablone zurecht, legte sie auf den Stoff und zeichnete vorsichtig die Schrift nach.

Kenner dürften sich an dieser Stelle fragen, wieso ich zwischen all den Großbuchstaben ein kleines „a“ benutzt habe.
Ich habe es schlichtweg aus dem Grund getan, dass das große „A“ dieser gotischen Schrift mir viel zu prunkvoll verziert war, was meiner Meinung nach nicht zum Gesamtbild gepasst hätte 😉

Auf der Brusttasche der Jacke habe ich ein paar Buttons und Nieten, die ich noch zuhause gefunden habe, angebracht. Neben dem typischen Metal-Poser-Button gibt es einen Button von „Igel Metal“, der einzig wahren Metalcommunity im Netz zu sehen und einen Button von M.I.O.T. – Music is our Therapy -, einem Hip Hop Projekt eines Bekannten, der thematisch gesehen überhaupt nicht ins Konzept passt, aber einfach sein musste, weil ich dieses Projekt sehr gern mag und voll unterstütze 😉

Die Ärmel der Jacke sind zwar vollkommen zu kurz für meine affenartig langen Arme, aber dennoch freue ich mich schon auf die etwas kälteren Tage, an denen ich sie öfter tragen kann 🙂