Der Podcast ist da

Ich hatte es vor einiger Zeit ja schon angekündigt und nun ist es soweit: meine erste Podcastepisode ist seit gestern Abend online. Ich sage jetzt gar nicht viel dazu, außer, dass ihr den Podcast unter http://www.voicesfromthevoid.de und zukünftig/nach der Freischaltung auch im iTunes Store und in euren favorisierten Podcast-Apps finden könnt.
Ich freue mich über Hörer (:

Advertisements

Ein möglicher Podcast

Podcasts – ihr kennt sie.
Ihr hört sie wahrscheinlich öfter als ich, denn ich höre sie nie. Fast nie.
Woran das liegt?Ich weiß nicht. Ich bin wahrscheinlich zu müßig, mir Podcasts nach Themen zu suchen, die mir gefallen. Ich höre auch lieber Hörspiele, weil ich dabei besser meine Phantasie schweifen lassen kann. Ich wusel immer rum und verlasse auch mal zwischendurch den Raum und bei Podcasts habe ich zu sehr das Gefühl, dass ich dabei zu viel Inhalt verpassen könnte.

Aber manchmal reizt es mich schon, selbst einen Podcasts zu machen.

Ich habe immer viel zu erzählen und mit erzählen meine ich reden. Schreiben ist mir oft genug zu lästig, denn dafür nehme ich mir lieber etwas mehr Zeit, um meine Wortwahl zu durchdenken. Und die Menschen sind auch gerne lesefaul, aber nicht zu faul, um zuzuhören.
Vielleicht finde ich ja doch ein paar Menschen dort draußen, die meine Themen interessieren – und seien es nicht viele, über die ich etwas zu erzählen habe.

Wenn ich also einen Podcast beginne, dann möchte ich mich natürlich erst einmal vorstellen. Was ich über mich erzählen soll, dürft ihr dabei mitentscheiden.

Ihr dürft also gern einen Kommentar mit Fragen abgeben, die ich euch beantworten kann. Seid dabei aber bitte möglichst so etwas wie seriös. Ich habe zwar wenige Hemmungen, Dinge über mich zu erzählen, aber auf Getrolle habe ich trotzdem keine Lust 😉

Wann das Projekt startet und ob es das überhaupt tut, kann ich natürlich nicht sagen 😀
Aber mit eurer Hilfe und Motivation klappt das bestimmt einmal 🙂

Yoga und ich

Ich habe es ja nicht so mit Sport. Hatte ich nie. Ich kann keine Freude an Anstrengung empfinden, abgesehen von der Anstrengung beim Renovieren, bei der Arbeit oder beim Tanzen, da dort das Gefühl der Anstrengung eben einfach das notwendige Übel neben einer Tätigkeit ist, die man gerne ausübt. Aber sobald ich mich zu einer anstrengenden Tätigkeit wirklich aufraffen muss, macht sie mir keinen Spaß.

Nun folge ich bei Twitter einer jungen Frau (wobei es mittlerweile sogar schon zwei sind), die irgendwann mit einer 50tägigen Yoga-Challenge anfing und irgendwie, ja irgendwie habe ich, während ich bis letzte Woche bei meinen Eltern war, den Entschluss gefasst, dass ich auch ein bisschen Yoga ausprobieren möchte. Nun nicht direkt als Kursus, zu dem man sich ja auch wieder aufraffen muss, sondern ganz so wie sie es macht, auf dem heimischen Fußboden mit Unterstützung durch Youtubevideos. Und da ich den Entschluss am letzten Dienstagabend fasste, setzte ich mir gleich das Ziel, ab dem nächsten Tag, der ja immerhin Aschermittwoch war, die ganze Fastenzeit hindurch tägliche Yogaübungen zu machen.

Ich ließ mich von meiner Twitterbekannten also ein wenig beraten und versuchte das Anfängervideo von „Yoga with Adriene“. Dieses Video zeigt im Wesentlichen einfache Übungen mit einer Dauer von ca 20 Minuten, was mir als blutiger Anfängerin auch völlig ausreichend erscheint. Ich absolvierte das Workout und am Ende musste ich schon doll pusten, da die armbelastenden Übungen mir doch ganz schön zu schaffen machen. So viel Kraft ich auch in den Beinen habe, so sehr wundert es mich manchmal, dass ich es überhaupt schaffe, mir eine Wasserflasche zum Mund zu führen, weil ich in den Armen so schwach bin. Aber ich habe es durchgezogen und absolvierte jenes Programm fünfmal, also bis einschließlich gestern. Am Freitag taten mir die Arme schon beinahe nicht mehr weh und gestern habe ich das Workout ohne Video aber dafür mit meiner liebsten Entspannungsmusik gemacht. Ich habe mir so auch mehr Zeit dafür lassen können, mich auf meine Pose und meinen Atem zu konzentrieren, denn darauf sollte es ja am ehesten ankommen.

Heute habe ich dann immer mal wieder darüber nachgedacht, welches Ziel ich eigentlich mit Yoga verfolge. Bislang habe ich mir eben gedacht, ich ziehe es durch, um mir zu beweisen, dass ich es kann und um meinen Körper vielleicht ein bisschen flexibler zu machen, aber das wirkliche Ziel stellt sich vielleicht erst zum Ende hin heraus. Gerade zu Anfang ist es für mich auch unglaublich schwer, Entspannung in der Anspannung des Körpers zu finden.
Mit meiner heutigen Übung habe ich mir bis vorhin Zeit gelassen, und um etwas Anderes auszuprobieren, habe ich mir dieses Video herausgesucht. Zuerst kam es mir komisch vor und ich wusste nicht ganz, ob mir diese Übungen etwas bringen würden. Adriene scheint mir mit ihren Übungen schon beinahe etwas in die Fitnessschiene zu gehen, während dieses Video für mein Empfinden den Fokus mehr auf die Entspannung legt.
Während ich die Übungen machte, wurde mir allerdings klar, was in mir geschieht – sowohl in meinem Kopf als auch in meinem Körper. Ich höre also diesen Mann, wie er mit seltsam anmutender Intonation die Übungen erklärt und hier und da ein Mantra spricht und er weist mich als seine „Schülerin“ hin und wieder darauf hin, dass ich meine Aufmerksamkeit auf meine Beine oder meine Arme legen soll und am Ende – ich kann gar nicht glauben, dass ich das so sagen kann, so schön finde ich es – fühle ich, wie mein ganzer schwerer plumper Körper federleicht und tiefenentspannt auf dem Boden liegt und ich muss grinsen, weil es sich so unbegreiflich schön anfühlt. Und in dem Moment wurde mir klar, dass dies genau mein Ziel sein sollte: mich nicht nur zu entspannen, sondern mich glücklich, leicht und beschwingt zu fühlen. Und diese Erkenntnis und das Wissen darüber, dass ich als Mensch mit sehr vielen Hummeln im Arsch mich so entspannt fühlen kann, macht mich in diesem Moment unheimlich glücklich und stolz und ich weiß, dass diese Herausforderung exakt die richtige Entscheidung zur richtigen Zeit war. (:

Kaaadsen

Nachdem Kurt und Mimi nun schon seit einer Woche und zwei Tagen bei mir wohnen, komme ich nun mal dazu, euch Fotos von ihnen zu zeigen.
Und sie sind in den wenigen Tagen ja schon sooo groß geworden! Eieiei, und frech sind sie. Ständig krallen sie sich an meine Füße und Beine, jeden Tag lernen sie neue Dummheiten und ich muss immerzu aufpassen, dass sie keine wirklich Schlimmen Dinge anstellen. Seit heute kann Kurti sogar auf den Küchentisch. Das führte dazu, dass ich eine der zum Auftauen auf dem Tisch ausgelegten Scheiben Brot angebissen vorfand, als ich von der Uni nach hause kam.

Der Tierarztbesuch, den ich vergangenen Donnerstag vornahm, brachte auch ein paar interessante Einzelheiten ans Tageslicht. Meine kleinen Fröschchen haben nämlich Flöhe. Tja. Bemerkt habe ich davon noch nichts, aber es fällt auch schwer, die ganzen schmerzenden Einstiche der Katzenkrallen von etwaigen Flohbissen zu unterscheiden.
Verdauungsbeschwerden hatten sie auch, weswegen ich leider speziell teures Schonfutter kaufen musste; überdies gab es noch Frontline gegen die Flöhe, eine Wurmkur und natürlich die Impfungen. Danach war ich arm – aber die Huptsache ist, dass es den Kleinen gut geht.
Und das tut es auch. Nur das mit dem Schlafen haben sie noch nicht so ganz raus. An ausschlafen ist nicht mehr zu denken. 😀

Und nun dürft ihr natürlich auch Fotos bestaunen.
Das schwarzweiße Miezchen ist Mimi und der kleine Tiger ist Kurt. Roar!

Rund um den Filz

Da die Resonanz auf meine Dreads doch in letzter Zeit ein wenig angestiegen ist, werde ich „die Tage“ eine neue Kategorie einrichten, in der ich dann ab und zu mal ein bisschen über meine Dreads plaudere und meine Frisuren und Tipps zum Besten gebe.
Danke google, dass du mich so berühmt machtest 😀

Übrigens: Falls ihr selbst Dreads habt, könnt ihr euch gern im Forum der Dreadcommunity anmelden. Wir freuen uns über jeden Zuwachs 🙂

Christmas is all around

Wisst ihr was?
Ich liebe Weihnachten!

Für gewöhnlich fange ich so im Januar an, mich auf den Weihnachtsmarkt zu freuen. Beinahe das ganze Jahr lang denke ich ständig darüber nach, wie schön es doch wäre, mal wieder einen Punsch zu trinken und dass ich mich ja nie entscheiden kann, ob ich Kakao lieber mit Rum oder Amaretto mag. Ich sehne mich nach gebrannten Mandeln, Zuckerwatte und gebackenem Käse mit Hollandaise und summe hier und da ein Weihnachtslied vor mich hin.
Kaum dass mein Geburtstag vergangen ist, überlege ich mir, was ich mir zu Weihnachten wüsnchen kann und gleichzeitig, was ich meinen Liebsten schenken möchte, wenn ihre Geburtstage herum sind.

Die Wahrheit ist jedoch – und es ist in jedem Jahr das gleiche – dass ich den Weihnachtsmarkt, wenn es dann an der Zeit ist, ziemlich doof finde. Alles ist zu voll, zu teuer, zu hässlich, zu wenig lecker. Ob ich Kakao mit Amaretto oder Rum trinke – schlecht wird mir sowieso! Niemals gibt es etwas Neues, weil jedes Jahr die selben Stände an den selben Stellen stehen und das selbe Angebot haben – nur in jedem Jahr ein bisschen teurer. Und man friert. Und wenn es zu warm ist um zu frieren, so wie in diesem Jahr, dann wird man nass. Leute verschütten ihre Glühweine auf anderleuts Mänteln. Es stinkt nach Fritierfett. Und die Karussells sind auch nicht mehr so schön wie sie es damals waren, als man selbst noch ein Kind war.

Aber ich liebe Weihnachten trotzdem.

Dieses Jahr habe ich das erste Mal seit einigen Jahren wieder Kekse gebacken, zusammen mit einer Freundin aus der Uni. Währenddessen hörten wir den wundervollen Weihnachtssender von #Musik und schwelgten in Erinnerungen an unsere Jugend (weil wir so alt sind!).
Erstaunlicherweise beschäftige ich mich nun schon seit einigen Tagen damit, Weihnachtsgeschenke zu basteln und schön zu verpacken und es will und will kein Ende nehmen. Meine ganze Wohnung ist voll mit irgendwelchen weihnachtlichen Artikeln, Tüten, Geschenkpapieren, Schleifenbändern, und in 8 Tagen fahre ich schon nach hause. Bis dahin muss natürlich alles fertig sein und im besten Fall komme ich noch dazu, für das Studium zu lernen und meine Wohnung auf Vordermann zu bringen.
Aber das sind eher so die nebensächlichen Dinge.
Es ist Weihnachten, verdammt, da soll man doch Liebe und Freude empfinden! 🙂

Querschneeein

Gleich vorweg: Ich rege mich nicht über den Wintereinbruch auf. Es lohnt sich nicht; es hat sich schon in den letzten zwei Jahren, in denen der Winter kontinuierlich kälter und verschneiter geworden ist, nicht gelohnt.

Es ist nicht das Schneechaos, was mich stört, sondern die Art und Weise, wie die Menschen damit umgehen.

Im Radio hieß es heute Mittag, die KVG hätte sich schon vor Tagen auf den Wintereinbruch und starken Schneefall eingestellt. Mit Stolz in der Stimme sagte dies eine Mitarbeiterin in einem Interview. Das Ende vom Lied ist, dass ich heute Nachmittag eine knappe halbe Stunde auf den Bus wartete – in der Zeit hätten planmäßig drei Busse halten sollen – und bloß zwei Dienstwagen vorbeifuhren; später erschien dann auf der Website der KVG die Meldung, dass der Busverkehr im gesamten Netz eingestellt worden sei und erst ab heute Abend – vielleicht – wieder aufgenommen werde.

Ich machte mich also auf den Fußweg zum Hauptbahnhof, was ich schon viel eher hätte tun sollen, denn letztlich wartete ich länger vergeblich auf den Bus, als ich für den Fußweg gebraucht hätte. Auf dem Weg stolperte ich mitten auf dem Gehweg, oder zumindest dort, wo ich ihn vermutete, über kniehohe Schneeberge. Da hatte ein Hausbewohner ganz eifrig den Weg zu seinem Haus freigeschüppt und dabei alles auf den Gehweg geschmissen – so muss das sein! Auf meinem weiteren Fußmarsch entdeckte ich die tollsten Schikanen durch völlig sinnbefreit geräumte Wege.

Ich dachte an Wetterkriegsführung und plötzlich beschlich mich der Verdacht, dass dieses Chaos eine Verschwörung sein müsse, ein von der Bundesregierung initiierter Komplott, um uns kleinen Lichtern das Leben noch schwerer zu machen und vor allem, um mehr Geld einzutreiben! Wir müssen ja alle so viel heizen, wenn der Winter so lang und kalt ist. Bald gibt es auch sicher noch eine spezielle Steuer auf Streugut – a propos Streugut, ob der letzte Winter wohl Lehre genug war, um die Vorräte in diesem Jahr aufzustocken?