Lang lang

Nein, es geht hier nun nicht um den schnellsten Pianisten der Welt.

Ich habe mir stattdessen meine Dreads verlängert. Nachdem ich zuerst viele Stunden und Tage damit zubrachte, einige zu dick geratene Dreads aufzukämmen und in zwei oder gar drei Dreads aufzuteilen – wobei mir schließlich der größte Teil meiner Dreads zu dick vorkam – fehlte es ihnen eigentlich nur noch an Länge. Da kam es mir wie gerufen, dass sich eine Kommilitonin ein ganzes Stück ihrer Haare abgeschnitten hatte und ihren Zopf auch verwahrte. Ich fragte sie also, ob sie mir die Haare überlassen würde und sie tat es. Schließlich nahm ich auch noch die Haare vom allerliebsten Olli hinzu und saß insgesamt gut drei Wochen daran, die Verlängerungen aus dem Echthaar herzustellen. Wer selbst schon einmal Dreads selbst gemacht hat, wird wissen, wovon ich rede, wenn ich sage, dass mein Daumen mehr als zu geschmerzt hat. Er war offen. Er ist voller Hornhaut und Schwielen. Ich habe geschwitzt und geblutet, aber es hat sich gelohnt. Die Haare sind nun wieder so lang wie damals, als ich meine alten Dreads abgeschnitten habe, aber viel schöner 🙂 Seht selbst!

Frontansicht

Rückansicht

Neue Dreads im Knoten

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… und tschüss!

Hallo liebes Publikum. Ich habe meinen Dreads ein Ende gemacht.

Die volle bunte Ladung

In den letzten Wochen musste ich ziemlich viel für meine Klausuren lernen. Und was passiert in jeder Klausurenphase? Richtig, ich bekomme den ultimativen Schwung an Ideen und seit neuestem auch Inspiration durch Pinterest. Meine aktuellste Leidenschaft betrifft das Fertigen von Konditoreispeisen – wie sagt man denn? – na, Torten, Macarons und Cupcakes. Zumindest ist das der bisherige Plan, denn bis ich wirklich dazu komme, eisern zu backen und zu verzieren, muss ich noch etwas viel mehr lernen und eine knallharte fickdichschwere Statistikklausur bestehen. Mal wieder.

Da ich nun also die wenige Zeit, die ich guten Gewissens von meiner Lernzeit abziehen kann, lieber für das Schaffen an sich verwende, zeige ich Euch nun einfach ein paar bunt gemischte Fotos, anstatt für jedes meiner „Werke“ einen neuen Post zu schreiben. Sodann werde ich diesen Post auch entsprechend mehreren Kategorien hinzufügen.

Auch Dreads wollen geschmückt werden

Martina fragte nach einem Post über meinen Dreadschmuck. Nichts leichter als das 🙂

Als meine Dreads drei Tage alt waren, schenkte mir mein Freund zwei grüne Glasperlen, die ich fortan immer bei bzw. an mir tragen wollte. Diese Glasperlen sind so ein Pandora-Verschnitt, ihr wisst schon. 😉

Weiterhin haben er und ich uns eines schönen Sonntagnachmittags in die Küche gesetzt und eine riesige Fuhre Perlen aus Fimo in verschiedenen Farben und Designs gebacken. Das Fimo eignet sich meiner Meinung nach ganz hervorragend für Dreadperlen und mit ein bisschen bastlerischem Geschick kann man auch sehr lustige Verzierungen anbringen. Ich habe zum Beispiel zu Ehren meiner besten Freunde und auch meines Freundes Perlen mit ihren Namen drauf gemacht.
Das Fimo kann man auch bedenkenlos mitwaschen. Beim Färben sollte man die Perlen jedoch entfernen. Ob das Fimo die Farbe annimmt, weiß ich nicht, jedoch entferne ich die Perlen schon allein um vorzubeugen, dass sich Färbemittel darunter ablagert.
Der Nachteil am Fimo ist jedoch, dass es nur bedingt elastisch ist. Meine Dreads sind keinesfalls eben und gleichmäßig und zieht man die Perle einmal zu straff auf den Dread, kann es sein, dass sie zerbricht. So sind mir leider schon einige Perlen kaputtgegangen.
Die aufgesetzten Buchstaben bei den Namen meiner Freunde lösen sich zum Teil auch ab. Einziger Trost: man kann die Perlen einfach neu basteln 😉

Es gibt Zeiten, in denen trage ich gern mehr Perlen, in anderen Zeiten schmücke ich sie lieber etwas dezenter. Ich hatte auch einmal ein langes Stück grüne Baumwolle um einen Dread gewickelt, um einen Knubbel plattzudrücken. Das sah auch ganz dekorativ aus, wenn man drauf steht 😀

Ich habe leider kaum Fotos von den Perlen an sich, aber zumindest zwei kann ich doch von den Fimoperlen zeigen 😉

 

Eine kleine Frisurenanleitung

Da sich meine Dreads bei Google relativ großer Beliebtheit erfreuen, habe ich nun die schon vor einigen Tagen bekanntgegebene Kategorie erstellt und möchte euch nun erstmals eine Frisur zeigen, die ich mir mit meinen Dreads gern mache.

Ich nenne sie den übermächtigen Knotenhaufen!

Was ihr braucht ist nichts weiter als einen Kopf voller gut schulterlanger Dreads (sie sollten so lang sein, dass man sie am Hinterkopf verknoten kann), zwei gesunde Hände und ggf. zwei Spiegel, um euren Hinterkopf und den Sitz der Frisur zu begutachten.
Nun wird es kompliziert und ich hoffe, dass ich mich verständlich genug ausdrücke 😉

Beginnt am Hinterkopf.
Nehmt z.B. von oben rechts und unten links ein paar einzelne benachbarte Dreads und verknotet sie in der Mitte eures Hinterkopfes mit einander. Dann nehmt ihr Dreads von oben links und unten rechts und macht erneut einen Knoten am Hinterkopf, ruhig auf den ersten Knoten, das ist ganz egal. Wichtig ist, dass die Knoten recht straff sind, damit sich die Frisur nicht zu schnell löst.
So verfahrt ihr mit allen Dreads. Arbeitet dabei möglichst immer über Kreuz und abwechselnd.
Nachdem ihr einmal alle Dreads verknotet habt, könnt ihr wiederum die zusammengefassten Dreads nehmen und erneut mit irgendwelchen anderen Dreads über Kreuz verknoten. Achtet dabei nur darauf, dass ihr die Dreads nicht zu sehr in eine andere Richtung zieht, sodass sich die Knoten lösen. Ihr könnt sie auch wie bei einem Dutt um den Knotenhaufen herumwickeln. Zum Schluss können die losen Spitzen unter den Ansätzen versteckt werden.

Diese Frisur erfordert ein wenig Übung und gelingt beim besten Willen nicht jedes Mal! Aber wenn sie gelingt, dann eignet sie sich durch den festen Sitz hervorragend zum Sport oder auch als edle Festtagsfrisur. Ich selbst habe sie auf einer Silberhochzeit im spießigen Familienkreis getragen.
Ich kann mir gut vorstellen, dass es auch hübsch ist, wenn man sich vorher noch ein paar dünne farbige Bänder in die Dreads bindet.