#pmdd18

Ich finde, der #pmdd – Picture my Day Day – ist immer eine gute Sache, aber ich schaffe es doch regelmäßig, ihn zu verpassen. Den gestrigen #pmdd18 habe ich glücklicherweise nicht verpasst und glücklicherweise konnte ich auch mehr zeigen als die Uni von innen und leere Kaffeetassen, weil schließlich Samstag war 🙂
Gehostet wurde er von Leeri Leopard; alles rund um den Tag findet ihr auch auf ihrer Seite.

Ich verbrachte den Tag mit Olli zuhause in Kiel. Wir wollten tatsächlich viel mehr fotografieren, aber dann war leider der Biergarten auf dem Holstenplatz so verlockend und nach dem Bier waren wir so hungrig und müde, dass wir uns gegen Sonne und für Pizza im Bett entschieden. Abends spielten wir Munchkin bei Freunden. Viele Fotos habe ich nicht gemacht, aber das kann auch nur ein weiterer Beweis dafür sein, dass der Tag sehr entspannt war.

Die Fotos findet ihr weiterhin auf Instagram unter vega_void

Ich hoffe, ich werde über den nächsten #pmdd wieder rechtzeitig informiert. Ich bin nämlich so ein Schussel, der nie etwas mitbekommt 😉

Den Beitrag von Olli findet ihr ab sofort auch auf seinem Blog 🙂

The Shutter clicks

Manchmal muss es erst „klick“ machen, damit man etwas begreift, etwas kann, was man lange geübt hat und was trotzdem nicht funktionieren wollte. Manchmal muss man einen Punkt erreicht haben, an dem man die Hoffnung aufgibt, nachdem man viele Enttäuschungen erlitten hat, an dem es dann plötzlich funktioniert. Manchmal muss man alle Gedanken loslassen und in tiefe Kontemplation fallen, seinen Geist befreien, um kreativ sein zu können.

Die Fotografie ist für mich eine ziemliche Hassliebe, das muss ich gestehen. Ich liebe sie, aber es macht mich wütend, wenn Dinge einfach nicht so funktionieren, wie ich sie mir wünsche. Ich kenne mich mit der Technik aus, ich kenne die Zusammenhänge von Licht, Film, Blende, Zeit. Ich weiß, was meine Kamera tut, wenn ich den Auslöser betätige. Doch die meisten Fotos wollen einfach nicht so werden, wie ich sie mir vorgestellt habe. Ich bewundere dann andere Fotografen um die Leichtigkeit, die ihre Fotos ausstrahlen und stelle fest, dass ich am Anfang meines Schaffens vielleicht sogar schönere Fotos gemacht habe als jetzt. Damals, als ich noch drauf los geknipst habe, weil ich keine Ahnung von der Technik hatte. Da besaßen auch meine Bilder noch eine junge, naive Leichtigkeit, während sie sich heute anfühlen wie ein schwerer grauer Betonklotz.

Dann habe ich mir vorgenommen – und eigentlich klingt das wie der falsche Schritt – mir weniger Gedanken über die Fotos und Motive zu machen. Ich bin ja nun eine (mittlerweile) aktive „Lomographin“ und soll mich an die „10 goldenen Regeln der Lomographie“ halten. Zusammengefasst bedeuten die etwa, dass man sich keine Gedanken machen soll, was gerade auf dem Film passiert, weil man es sowieso nicht beeinflussen kann und deswegen braucht man auch gar nicht durch den Sucher gucken. Man muss einfach schnell abdrücken, wo man gerade ist, weil die Kamera immer dabei sein sollte. Achso ja, und man soll auf die Regeln scheißen (=

Darum habe ich versucht, wirklich darauf zu scheißen. Scheiß drauf, ob ich den Film verschwende. Scheiß drauf, ob ich mich lächerlich mache, weil ich in der Öffentlichkeit seltsame Bewegungen mache, um Motive aus abstrusen Winkeln zu fotografieren. Man findet doch auf jedem Film und in jedem kruden Bild irgendwo etwas Interessantes und ist es nicht auch das, was die Kunst ausmacht?
Und deswegen ist meine Mission jetzt, möglichst zu jeder Zeit, wenn ich das Haus verlasse, eine Kamera bei mir zu haben und jeden Monat mindestens einen Film voll zu bekommen. Das ist insofern schwierig für mich, als dass ich immer denke, auf meinem täglichen Weg zur Uni oder zum Einkaufen begegnet mir doch nichts, was es Wert wäre, fotografiert zu werden. Aber im Endeffekt muss nur mal eine lächelnde Person im Bus sitzen – die macht sich doch auch schön auf einem Foto.
Es soll darum gehen, die Augen und das Herz offen zu halten und den Blick für die kleinen aber bedeutsamen Dinge nicht zu verlieren.

Neulich habe ich es auch endlich geschafft, einen Film, der seit mehr als einem Jahr in einer Kamera war, fertig zu schießen und entwickeln zu lassen. Die Ergebnisse haben mir die Sprache verschlagen und ich sehe mir die Fotos nun seit über einer Woche immer wieder gebannt an. Sie sind wunderschön.


Weiterhin hat sich meine Kamerasammlung in den vergangenen drei Monaten quasi explosionsartig vergrößert. Aus 14 analogen Kameras, die ich Ende Juli noch hatte, sind jetzt 36 geworden. Dafür musste ich natürlich neue Regale besorgen und diese sind nun seit zwei Tagen fertig. Jetzt kann ich wieder mein Zimmer betreten und mich darüber freuen, dass es so hübsch ist. Es wird nicht das letzte Regal gewesen sein und sicher auch nicht die letzten Kameras.

Außerdem baue ich gerade meine zweite DIY-Kamera. Die erste war die Lomography Konstruktor, die ich schon vor einer Weile bei meinen Eltern zusammenbaute und verzierte. Ich habe einen Artikel für die Lomography Community geschrieben und hoffe, dass dieser bald veröffentlich wird. Dann werde ich ihn hier verlinken.
Wie ich gerade feststellen durfte, wurde er bereits veröffentlicht. Hier ist also mein Review über die Konstruktor: http://www.lomography.com/magazine/reviews/2014/10/28/konstruktor-f-camouflage-konstruktor

Die zweite Kamera ist gerade eine Doppellinsen-SLR von Pearl. Sie ist ganz cool, aber ich muss sie leider wieder auseinander nehmen, da der Verschluss allenthalben offen bleibt. Das soll natürlich nicht sein, dann sind ja die Fotos überbelichtet.

Und nun muss ich schnell mal einen Film zum Entwickeln bringen und gespannt darauf sein, was ich da wieder fabriziert habe (=

Frisch geknipst

Puh, ganz schön staubig hier! *durchfeudel*

Ich dachte mir, ich könnte euch mal davon berichten, was sich bei mir in Sachen Fotografie Neues getan hat.
Zum Einen habe ich meine Kamerasammlung ein wenig aufgestockt. Der Counter zeigt jetzt 15 analoge Kameras an. Das neueste Schmuckstück ist eine Olympus 35-SP, das Lieblingsschätzchen die Fisheye #2 – oder vielleicht doch die Lomo LC-A+? Ich kann mich nicht entscheiden.
Zudem habe ich mir ein paar ganz tolle Farb- und Splitfilter für meine Holga 120- CFN bestellt, jedoch dachte ich nicht an die Halterung für die Filter. Die liegt nun aber beim Olli bereit und wartet auf mich.
Ich habe auch mal wieder zwei Diafilme gecrosst. Die lasse ich aber zukünftig gleich im Labor scannen, weil meine Scansoftware sich leider nicht so gut konfigurieren lässt, um die fehlende Orangeebene des Diafilms gegenüber eines Negativfilms zu kompensieren. Wer genauer wissen will, wovon ich eigentlich gerade rede, kann mal nach Cross Processing googlen oder mich einfach dazu nötigen, dass ich eine Podcast-Episode über Fotografie aufzeichne ^_^
Ich freue mich nun auf die baldigen Sommerferien, ganz viele Ausflüge und hoffentlich viele schöne, bunte, blöde, verstörende Fotos!
Bis dahin sind das hier meine aktuellesten analogen „Werke“:

Und auch digitale Fotos sind na-tür-lich neu entstanden. In den vergangenen Monaten habe ich mit im Wesentlichen mit Band- und Hochzeitsfotos befasst. Aber es sind auch wie immer diverse Tiere dazwischen:

 

Alles Weitere findet ihr wie immer in meinem Flickr-Fotostream, auf meiner Lomo-Wall und bei Facebook!

Fotos aus Kaffee

Seitdem ich im letzten Semester einen Filmentwicklungskurs an meiner Uni gemacht habe, bin ich zwar ganz wild darauf, meine Filme selbst zu entwickeln, es scheiterte jedoch seitdem grundlegend daran, dass ich mir eine digitale Spiegelreflexkamera zulegte und somit den Winter über zumeist digital fotografierte. Einige Bilder habe ich zwar auch analog gemacht, dabei jedoch den Fehler begangen, direkt vier meiner Kameras mit Filmen zu beladen und dann mit dem Knipsen nicht mehr hinterherzukommen.

 

Nun hat das neue Semester ja schon längst begonnen und ich hatte die Möglichkeit, einen weiteren Kurs zu belegen, der mein Interesse in besonderer Weise auf sich zog. Es ging hierbei nämlich um die Entwicklung von schwarz/weiß-Negativfilmen in einem sogenannten Caffenol-Entwickler. Dieser besteht schlichterweise aus Natriumcarbonat, Ascorbinsäure und…. löslichem Kaffee!
Ich habe ja schon vieles gehört, aber dass man Filme in Kaffee entwickeln kann, war mir neu. Ich war also ganz gespannt und freute mich tierisch auf den Abend im Labor.

 

Tatsächlich war alles ebenso einfach, wie es sich anhörte.
Wir hielten uns an das Rezept für die Caffenol-C-M-Lösung für mittelschnelle Filme – ich selbst benutzte den Agfa APX-100 – und mischten zuallererst das Soda in etwa 900 ml Wasser. Die Entwicklungstemperatur sollte bei etwa 20° liegen, also wählten wir die Wassertemperatur etwas geringer, da die Reaktion des Sodas mit dem Wasser doch ein wenig exoterm verläuft. Nach dem Soda kam das Vitamin C hinzu und nachdem sich auch dieses im Wasser gelöst hatte, wurde das Kaffeegranulat hinzugegeben. Über den Geruch, der sich bildete, muss an dieser Stelle kein weiteres Wort verloren werden 😀
Hinterher füllten wir den Messbecher auf 1 Liter Flüssigkeit auf und kontrollierten die Temperatur. Sie lag nun leider ein wenig über dem gewünschten Wert, aber da wir ein gut sortiertes Labor an der Uni besitzen, ließ sich eine Scheibe finden, auf der man die entsprechende Entwicklungszeit für verschiedene Temperaturen ablesen konnte, sodass im Endeffekt wieder alles stimmte.

 

Lange Rede, kurzer Sinn: Einfacher kann man einen Film wirklich nicht entwickeln. Fixieren kann man übrigens mit den handelsüblichen Fixierern.
Und hier sind ein paar Beweisfotos dafür, dass der Film nun wirklich nicht an Qualität einbüßt, wenn man ihn in Caffenol entwickelt.

 

 

 

Trendscheiße

Wieso?

Wieso wieso wieso wieso wieso wieso?

Wieso wieso wieso wieso wieso wieso wieso wieso wieso wieso wieso?

Sie machen so viel Geld mit Hipstertum und wir gewöhnlichen Leute, die einfach gerne Kameras sammeln, sind so richtig angeschissen.

Scheißtrends.
Trendscheiß.

Zweihundertachtzig.

Isola

Gestern besuchte ich einen Freund in Ostholstein, mit dem mich eine Sache ganz ungemein verbindet: die Liebe für Antiquariate.
Wir durchzogen also sämtliche kleine Trödellädchen in Heiligenhafen und dabei fiel mir dieses Schätzchen in die Hände:

Eine Agfa Isola II Mittelformatskamera im schönen braunen Lederetui, die laut jener Internetseite von Mitte der 50er bis Mitte der 60er Jahre gebaut wurde. Ich hätte eher erwartet, dass sie in den 70ern produziert worden wäre; keine Frage also, dass mein Herzchen gerade, als ich dies las, unweigerlich einen Satz machte – ich liebe die 50er!
Bei meiner weiteren Suche nach Informationen fand ich noch einen sehr aufschlussreichen Erfahrungsbericht, auf dem eine Bedienungsanleitung der Kamera verlinkt ist.

In meiner Kamera befindet sich übrigens noch ein alter und anscheinend belichteter 120er Film (ich gehe zumindest ob der Tatsache, dass sich der Film aufgerollt auf der rechten Spule befindet, davon aus, dass er belichtet ist), von dem es mich ja zu sehr interessieren würde, was es auf ihm zu entdecken gibt.

Achso, zu meiner Enttäuschung muss ich sagen, dass ich diese Kamera leider nicht für einen Euro bekommen habe. Ich musste 5€ bezahlen, Wucher! 😉

Trivialitäten

Wer hier und da mal meine Artikel liest, einen Blick in die neue Kategorienliste geworfen hat oder meine Flickr-Gallerie besucht hat, wird wissen, dass ich mich für Photographie interessiere und sie mit meinen zur Verfügung stehenden Mitteln erschaffe.
Meine Inspiration hole ich mir… Ja, das ist eigentlich das ausschlaggebende Problem. Ich habe ein Inspirationsproblem. Ich laufe beinahe tagtäglich mit meiner Kamera durch die Gegend, aber ich schieße so wenige Photos, weil ich immer Angst davor habe, dass das Ergebnis zu ausgelutscht ist, dass es schon hunderttausende derartiger Photos gibt – und wer möchte schon „Kunst“ erschaffen, die jeder erschaffen kann oder schon einmal erschaffen hat?

Aber andernfalls: Was ist Kunst, wenn man über sie nachdenken muss?
Sollte Kunst nicht intuitiv aus ihren Schöpfer heraussprudeln, vielleicht ein wenig aus dem Zusammenhang gerissen?

Mein Inspirationsproblem rührt also wohl daher, dass ich zu versteift bin und über alles nachdenken muss, ehe ich etwas angehe.
Deswegen habe ich mir gestern vorgenommen: Ich photographiere die trivialsten Dinge, Gegenstände, Orte, Situationen, etwas völlig Alltägliches, ohne nachzudenken, denn das ist der Sinn, der vor allem hinter der Lomographie steckt.

Um zu sehen, welche Trivialitäten ich gestern also festgehalten habe, klickt hier rechts auf meine Photos oder einfach direkt hierauf.