Die Klischees und ich

Seit Jahren beschleicht mich der Verdacht, dass meine Mutter mich vielleicht doch zu sehr wie einen Jungen erzogen hat. Immerzu wollte sie einen Sohn haben, den sie mit der Kneifzange aus dem Dreck ziehen und in die Badewanne setzen konnte.
Mit mir hatte sie eine Tochter, die sie aus dem Dreck ziehen konnte, deren zerrissene Hosen sie nähen konnte, die mit Autos gespielt hat und sowieso viel lieber mit Jungs als mit Mädchen und die niemals nie rosa getragen hat.

Gestern Abend dann befand ich mich im IRC Channel zusammen mit einer Horde von Männern und nachdem diese anfingen, sich weibliche Namen zu geben und über Schuhe, Handtaschen und Brustimplantate zu reden, fühlte ich mich zurecht als einziger Mann in dieser Runde. Dachte ich.

Irgendwann zwischen heute Nacht und heute Morgen kam mir dann die Idee, um mich selbst auf meine Klischeehaftigkeit zu prüfen, mein Sammelsurium aus Taschen, Schals und Mützen (Schuhe nicht, da besitze ich wirklich nur eine sehr überschaubare Sammlung) auf dem Fußboden meines Zimmers auszubreiten.

Das Ergebnis dieses Experiments hat mich so dermaßen sprachlos gemacht, dass ich nun, ohne eine weitere Erklärung dazu abzugeben, die Bilder für mich sprechen lasse.

PS: Ich habe es nicht zustande gebracht, alles auf ein Foto zu bekommen…

PPS: Scheiße, ich glaub‘, ich bin ’ne Frau!

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