Kaaadsen

6 11 2012

Nachdem Kurt und Mimi nun schon seit einer Woche und zwei Tagen bei mir wohnen, komme ich nun mal dazu, euch Fotos von ihnen zu zeigen.
Und sie sind in den wenigen Tagen ja schon sooo groß geworden! Eieiei, und frech sind sie. Ständig krallen sie sich an meine Füße und Beine, jeden Tag lernen sie neue Dummheiten und ich muss immerzu aufpassen, dass sie keine wirklich Schlimmen Dinge anstellen. Seit heute kann Kurti sogar auf den Küchentisch. Das führte dazu, dass ich eine der zum Auftauen auf dem Tisch ausgelegten Scheiben Brot angebissen vorfand, als ich von der Uni nach hause kam.

Der Tierarztbesuch, den ich vergangenen Donnerstag vornahm, brachte auch ein paar interessante Einzelheiten ans Tageslicht. Meine kleinen Fröschchen haben nämlich Flöhe. Tja. Bemerkt habe ich davon noch nichts, aber es fällt auch schwer, die ganzen schmerzenden Einstiche der Katzenkrallen von etwaigen Flohbissen zu unterscheiden.
Verdauungsbeschwerden hatten sie auch, weswegen ich leider speziell teures Schonfutter kaufen musste; überdies gab es noch Frontline gegen die Flöhe, eine Wurmkur und natürlich die Impfungen. Danach war ich arm – aber die Huptsache ist, dass es den Kleinen gut geht.
Und das tut es auch. Nur das mit dem Schlafen haben sie noch nicht so ganz raus. An ausschlafen ist nicht mehr zu denken. :D

Und nun dürft ihr natürlich auch Fotos bestaunen.
Das schwarzweiße Miezchen ist Mimi und der kleine Tiger ist Kurt. Roar!





Muttergefühl

24 10 2012

Alles um mich rum ist schwanger. Und heiratet. Und bekommt Kinder. Nur ich nicht.

Ich bekomme Katzen! *o*

Vor etwa vier Wochen haben wir uns einen Katzenwurf angesehen, woraus wir uns zwei Katerchen aussuchten. Sie waren alle gleichermaßen putzig und ich hätte alle sieben Mauzis direkt mitnehmen können. Sie waren gerade so vier Wochen alt und waren noch gaaanz klein und quakig und zerbrechlich…
Wir entschieden uns für einen getigerten Kater und einen ganz grauen, der es mir besonders angetan hatte durch seine süße Hässlichkeit. Sein Köpflein war ganz eckig und seine Augen ganz glubschig. So ein Kätzchen habe ich noch nie gesehen! Er sollte Rüdiger heißen. So ein dusseliger Name für so ein dusseliges Kätzchen, das ist genau das richtige. Und der kleine Tiger sollte Kurt heißen.
Nun konnte ich auch endlich im Babyglück schwelgen, bis vor zwei Wochen plötzlich die Schreckmeldung kam: Der kleine Rüdiger hatte eine Infektion und überlebte diese leider nicht.
Schock.
Trauer.
Mein Baby ist tot. Oder so.
Ich habe ja schon viele Tränen in meinem Leben geweint, doch hatte ich selten einen solchen Schmerz erlebt. Es war ja nicht nur die Tatsache, dass ich diese süße liebe Katze nicht haben konnte; es war auch die Bewusstwerdung darüber, dass so ein kleines zartes Wesen der Welt einfach nicht gewachsen ist. Rein rational ist diese Erkenntnis für mich natürlich überhaupt nichts Neues, aber dies war das erste Mal, dass ich quasi persönlich damit konfrontiert worden bin.

Es dauerte einen Moment, bis ich mich wieder gefasst hatte und sodann dachten wir darüber nach, wo wir ein zweites Kätzchen herbekommen sollten. Unsere Wahl fiel auf das Tierheim, welches wir letzte Woche Samstag besuchen wollten.
Was uns zuvorkam die plötzliche Meldung, dass ein potentieller Neubesitzer für ein kleines Schwesterchen von Kurt abgesprungen war und wir also dieses Katzenmädchen bekommen könnten. Yaaay! Wir wollten zwar zwei Kater haben, jedoch müssen wir uns nun keine Sorgen mehr darum machen, dass sich zwei einander fremde Katzen möglicherweise nicht verstehen könnten.

Die letzten Tage verbrachte ich damit, alle nötigen Utensilien für die Miezen zu kaufen. Nun muss alles noch hergerichtet werden und dann können Kurt und Mimi am kommenden Samstag in ihr neues Zuhause einziehen.

Und ich freue mich wie verrückt auf meine kleinen Chaoten! :)





Freundsein

7 10 2012

Möcht ich doch gern Freund für dich sein,
Freundsein mit allem was ich hab.

Wie gut müssen wir einander kennen,
Um Freund zu sein;
Was müssen wir uns sagen können,
Um das Freundsein zu begeh’n?

Ich würd dich gern Freund sein lassen,
Dir zu zeigen, wie sehr ich dir vertrau.
Damit auch ich für dich Freund sein kann.
Irgendwann.





Flossenwärmer

5 09 2012

Kennt ihr das auch? Es ist Winter, euch ist kalt, da eure alten Wintersachen vielleicht zerschlissen und nicht mehr schön sind, und ihr wünscht euch, ihr hättet doch schon vorher daran gedacht, euch etwas Neues zuzlegen?
So geht es mir in jedem Jahr, wenn die Zeit anbricht, in der ich meine Pennerhandschuhe wieder raushole. Aus billigsten Material gefertigt, schon etliche Male geflickt und keinesfalls mehr wärmend.

Darum habe ich nun einfach mal  beschlossen, aus den Sockenwolleresten, die meine Mutter mir vermacht hat, ein paar schöne Handschuhe zu fertigen. Zu häkeln, um genauer zu sein. Das Stricken liegt mir dann doch nicht so sehr, als dass ich Lust gehabt hätte, die einzelnen Fingerteile mit einem Nadelspiel aus 5 Nadeln zu stricken.
Wir wollen die Handschuhe auch an dieser Stelle nicht Pennerhandschuhe nennen, sondern lieber Marktfrauenhandschuhe. Das scheint mir der offizielle Begriff zu sein für Handschuhe, deren Fingerkuppen frei sind und einen Überzieher haben, der am Handrücken mit einem Knopf befestigt wird, wenn man ihn nicht trägt.
Für gewöhnlich wird der Daumen dieser Art von Handschuhen auch nicht offen gelassen. Da sich dies jedoch hervorragend anbietet, um Zigaretten zu drehen und zu rauchen, habe ich jedoch darauf verzichtet, die Daumenkuppe zu bedecken. Muss er eben frieren, so schlimm wird es schon nicht sein!

Ich habe die Handschuhe frei Schnauze gehäkelt, jedoch habe ich mir alle einzelnen Schritte notiert, damit ich den zweiten Handschuh genau so fertigen konnte wie den ersten. Ich benutzte Sockenwolle in Stärke 2,5 – 3 und eine Nadel der Stärke 3. Hier ist also meine Anleitung, für den Fall, dass es jemand nachmachen möchte:

1) Anfertigen der Fingerteile
- Häkel eine Luftmaschenkette in der Länge des jeweiligen Fingerumfangs und schließe diese zu einem Ring.
- Häkel drei LM (Wende-LM) und wende die Arbeit.
- Häkel anschließend ein Stäbchen in jede Luftmasche der Vorreihe und schließe die Runde mit einer Kettmasche
- Häkel auf diese Weise 4 Runden und schließe die Runde ab.
- Schneide den Faden ab und knote ihn fest.

Ich habe relativ große Hände/Finger, sodass bei mir folgende Daten herauskamen:
- Kleine Finger: 13 Maschen, 4 Runden
- Ringfinger, Mittelfinger, Zeigefinger: 18 Maschen, 4 Runden
- Daumen: 20 Maschen, 3 Runden

2) Zusammenhäkeln der Fingerteile
- Häkel in die Hälfte der Maschen des kleinen Fingers Stäbchen (in meinem Fall 7).
- 1 LM
- Häkel in die Hälfte der Maschen des Ringfingers Stäbchen.
- 1 LM
- Führe dies so fort bis zum Zeigefinger; dieser wird jedoch komplett mit Stäbchen umhäkelt.
- 1 LM
- Häkel weiterhin Stäbchen in die restlichen Maschen der Fingerteile und jeweils 1 LM zwischen die Finger.
- Schließe die Runde mit einer Kettmasche = 1. Runde
- Häkel die zweite Runde normal, das heißt, ein Stäbchen in jede Masche.

3) Abnahmen
- Häkel an der Handrückenseite jedes 2.+3. Stäbchen zusammen.
- Häkel an der Handflächenseite immer 2 Stäbchen zusammen, sodass sich hier die Maschenanzahl halbiert (sollte sich herausstellen, dass deine Hand etwas breiter ist und es nicht passt, häkel auch an dieser Seite nur jedes 2.+3. Stäbchen zusammen. Also, immer anprobieren und nötigenfalls aufribbeln). = 3. Runde
- Häkel in der 4. Runde an der Handflächenseite jedes 2.+3. Stäbchen zusammen; die Handrückenseite wird normal gehäkelt.
- Häkel 2 Runden ganz normal. = 6. Runde

4) Daumen anfügen
- Häkel über die Hälfte der Runde normal, bis zur Daumenkante des Zeigefingers (also der Außenkante, an der auf der Hand der Übergang von Zeigefinger zu Daumen ist).
- Häkel 3 LM und füge dann das Daumenteil an wie die vorigen Fingerteile auch.
- Häkel auf der gegenüberliegenden Seite der 3 LM Stäbchen in jene ein und beende die Runde normal. = 7. Runde
- Häkel in der nächsten Runde bis eine Masche vor dem Daumenanfang und häkel die nächsten 5 Stäbchen zusammen.
- Umrunde den Daumen, wobei die letzten vier Stäbchen des Daumens mit dem darauf folgenden zusammengehäkelt werden.
- Beende die Runde normal. = 8. Runde
- In den nächsten vier Runden wird gleichermaßen vorgegangen, nur dass auf jeder Seite des Daumens nur 3 Stäbchen zusammengehäkelt werden. = 12. Runde

Nun wird der Handschuh ganz normal in Runden weitergehäkelt, bis die gewünschte Länge des Schaftes erreicht ist. Die Arbeit wird abgeschlossen und alle überstehenden Fäden werden vernäht, sowie die Löcher zwischen den Fingern geschlossen.

5) Der Überzieher
- Auf der Handrückenseite werden in der 3. Runde (also in der ersten mit reduzierter Stäbchenzahl) feste Maschen in jedes Stäbchen gehäkelt. Man beginnt z.B. an der Kante des kleinen Fingers und häkelt die Maschen bis zur Kante zwischen Zeigefinger und Daumen.
- Es wird anschließend eine Luftmaschenkette gehäkelt, die an der Handflächenseite um die Hand herumgelegt wird. Ich benutzte hierbei ein paar mehr als bei den festen Maschen (FM = 25, LM = 29), damit der Überzieher nicht zu straff sitzt.
- Die Runde wird wie gewohnt geschlossen.
- Häkel 10 Runden Stäbchen in jede Masche.
- In den nächsten 4 Runden werden alle 2.+3. Stäbchen zusammengehäkelt.
- Nach Beendigung der 4. Runde mit Abnahmen (insg 14. Runde) wird der Faden etwa 15cm lang abgeschnitten. Mit ihm werden die restlichen Maschen zusammengezogen und er wird auf der Innenseite vernäht, jedoch nicht abgeschnitten.

Man hat nun den Überzieher schon um die einzelnen Finger herumgehäkelt. Klappt man ihn nun auf den Handrücken, stellt man fest, dass der Fadenrest auf der Außenseite ist. Aus diesem häkelt man nun eine Luftmaschenkette, die das Knopfloch für den Knopf, zum Festmachen des Überziehers, darstellt. Achtung, Knopfgröße muss natürlich vorher bekannt sein!
Der Knopf wird nun am Schaft des Handschuhs so befestigt, dass der Überzieher nicht zu locker aber auch nicht zu strff daran befestigt werden kann.

Voilà, der erste Handschuh ist fertig! :)

Das sieht jetzt vielleicht alles etwas kompliziert aus, aber eigentlich ist es voll easy. Wichtig ist, dass man immer aufpasst, ob man sich gerade auf der Handrücken- oder Handflächenseite befindet, denn das macht aus, ob der Daumen am Ende auch gut sitzt. Wie man vielleicht schon durch die Anleitung erahnen kann, sitzt dieser nämlich nicht einfach an der Handkante, sondern wird leicht auf die Handflächenseite gezogen.

Und so sehen die fertigen Exemplare bei mir aus:

Ich hoffe, dass ich hiermit jemandem zum Nachmachen begeistern konnte und wenn ja, dann stehe ich natürlich auch gern zur virtuellen Hilfestellung bereit :)





Sommerübersicht

27 08 2012

Ende August. Heute vor einem Monat habe ich meine letzte Klausur geschrieben. Ich wollte mir eigentlich nur eine freie Woche gönnen, bevor ich mit dem Lernen fortfahre, um für die Nachklausuren bestens vorbereitet zu sein; doch ich habe noch keinen Handschla getätigt. Ich finde allerdings auch nicht, dass mein schlechtes Gewissen die Freude über die anderen Dinge, die ich bisher getan habe, in den Schatten stellen sollte. Denn was ich in den letzten Wochen tat, war bitter nötig.
Ich war nämlich durchaus so etwas wie kreativ. Ich habe fotografiert, habe eine Foto-Fanpage auf Facebook erstellt (Likes sind sehr gern gesehen), habe einen Teddy für den Sohn meines besten Freundes/mein zukünftiges Patenkind gehäkelt, habe Journalpapier entworfen, Briefe geschrieben, weiterhin ein gar fürchterliches Accessoire gehäkelt (einen Rundschal mit integrierter Kapuze, womit ich aussehe wie ein russisches Kleinkind; noch dazu in Kotzefarben), mir viele Gedanken über meine zukünftige Reise nach Prag gemacht und häkele nun schon mal vorsorglich Handschuhe, ehe ich im Winter nicht dazu komme. Außerdem habe ich natürlich gebadet. Schließlich lebe ich am Meer, woll?

Prinzipiell gibt es da auch noch eine Übersetzungstätigkeit, die ich bis Freitag erledigt haben sollte (nichts Gezwungenes, was es nicht besser macht), für die ich mich also abgesehen vom Lernen noch motivieren muss. Aber dieser Sommer muss doch für das eigene Wohlsein genutzt werden, nichtwahr?

Ich schiebe also noch alles ein bisschen weiter auf, bastle fröhlich vor mich hin und freue mich auf die Zukunft, wobei ich die Klausuren natürlich vollends ausblende ;)





BAFFFFFFUUUUUUG

16 08 2012

Wir Studenten sind schon arme Schlucker. Wir reißen uns den Arsch für unsere Ausbildung auf, für die wir möglicherweise noch mehr Geld latzen müssen, als wir zum Leben verbrauchen, und zum Dank dürfen wir uns mit einer Bürokratie herumschlagen, die auf dieser Welt vielleicht ohnegleichen ist. Zumindest aber ist sie für’n Arsch.
Wenn wir Glück haben, bekommen wir BAFöG, wenn wir Pech haben, sind wir arm, unsere Eltern sind arm, wir bekommen trotzdem kein Geld und als Strafe dafür, dass wir nicht mit 15 die Schule verlassen haben, um Bäcker oder Frisöse zu werden, müssen wir ohne Rabatte leben, ohne Befreiung von GEZ-Gebühren, ohne Preisnachlass beim Mieterbund, ohne alles und vor allem: ohne Geld. Aber das erwähnte ich ja bereits.

Wenn man nun zu den coolen Kids gehört und BAFöG in Anspruch nimmt, dann ist es ja noch öange nicht vorbei mit der Schikane. Nicht nur, dass man sich einmal im Jahr durch den Wust an Formblättern und Steuerbescheiden kämpfen muss, dann man immerzu seinem Erzeuger in den Arsch treten muss, damit er einem zeitnah seine Unterlagen zuschickt. Nein. Da werden auch einfach Leistungsnachweise verbummelt und man bekommt einen netten Brief von der Sachbearbeiterin Frau P., in dem genau jener Nachweis gefordert wird, den ich mir von meinem Studienleiter habe ausstellen lassen und der fein versehen mit meiner Förderungsnummer dem Rest meines Antrags beilag. Ich schwör.
Und als wäre das alles nicht schon genug Schinderei, schlimmer noch als beim Finanzamt, Sozialamt oder sonstwo in diesem bürokratiebehinderten Land, stellt Frau P. absichtlich und um mich zu ärgern ihr Telefon auf lautlos, damit ich sie bloß nicht erreiche, um sie durch den Hörer zu ziehen. Nun gut, vielleicht hat sie auch Angst, vielleicht ist aber auch das Telefon im Büro kaputt, man weiß es nicht. Ich finde es jedenfalls eine Frechheit, dass man in der Regel vier Tage braucht, um seine Sachbearbeiterin zu erreichen, nur damit man sich von dieser patzig anmaulen lassen muss. Und es ist ebenso eine Frechheit, dass diese Personen sich auch noch Beamte nennen dürfen.
Beamte. Pah.
Behinderte empathiefreie Arschgeigen mit totaler Erzürnungsgarantie. Echt jetzt.

Ja, wir sind bemitleidenswerte arme Schlucker und es gibt keinen Grund, über uns die Nase zu rümpfen.





… und tschüss!

30 07 2012

Hallo liebes Publikum. Ich habe meinen Dreads ein Ende gemacht.








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