Alles Jute

24 01 2012

Jeder kennt ihn – den guten alten Jutebeutel. Die wenigstens sind jedoch heutzutage aus Jute, doch das nur am Rande.

Gestern kam ich relativ spontan auf die Idee, mir einen Beutel aus rotem Baumwollstoff zu nähen und ihn mit meinem liebsten Star Wars-Motiv zu verzieren. Nun sind meine Textilstifte auch endgültig leer.
Die Nähte sind wie bei allen Stücken, die ich mit der Hand nähe, grob und unordentlich, aber genau so passt es auch zu mir ;)

 





Bazinga!

5 01 2012

Bestes Weihnachtsgeschenk vom besten Mann der Welt! =)





Eine kleine Frisurenanleitung

2 01 2012

Da sich meine Dreads bei Google relativ großer Beliebtheit erfreuen, habe ich nun die schon vor einigen Tagen bekanntgegebene Kategorie erstellt und möchte euch nun erstmals eine Frisur zeigen, die ich mir mit meinen Dreads gern mache.

Ich nenne sie den übermächtigen Knotenhaufen!

Was ihr braucht ist nichts weiter als einen Kopf voller gut schulterlanger Dreads (sie sollten so lang sein, dass man sie am Hinterkopf verknoten kann), zwei gesunde Hände und ggf. zwei Spiegel, um euren Hinterkopf und den Sitz der Frisur zu begutachten.
Nun wird es kompliziert und ich hoffe, dass ich mich verständlich genug ausdrücke ;)

Beginnt am Hinterkopf.
Nehmt z.B. von oben rechts und unten links ein paar einzelne benachbarte Dreads und verknotet sie in der Mitte eures Hinterkopfes mit einander. Dann nehmt ihr Dreads von oben links und unten rechts und macht erneut einen Knoten am Hinterkopf, ruhig auf den ersten Knoten, das ist ganz egal. Wichtig ist, dass die Knoten recht straff sind, damit sich die Frisur nicht zu schnell löst.
So verfahrt ihr mit allen Dreads. Arbeitet dabei möglichst immer über Kreuz und abwechselnd.
Nachdem ihr einmal alle Dreads verknotet habt, könnt ihr wiederum die zusammengefassten Dreads nehmen und erneut mit irgendwelchen anderen Dreads über Kreuz verknoten. Achtet dabei nur darauf, dass ihr die Dreads nicht zu sehr in eine andere Richtung zieht, sodass sich die Knoten lösen. Ihr könnt sie auch wie bei einem Dutt um den Knotenhaufen herumwickeln. Zum Schluss können die losen Spitzen unter den Ansätzen versteckt werden.

Diese Frisur erfordert ein wenig Übung und gelingt beim besten Willen nicht jedes Mal! Aber wenn sie gelingt, dann eignet sie sich durch den festen Sitz hervorragend zum Sport oder auch als edle Festtagsfrisur. Ich selbst habe sie auf einer Silberhochzeit im spießigen Familienkreis getragen.
Ich kann mir gut vorstellen, dass es auch hübsch ist, wenn man sich vorher noch ein paar dünne farbige Bänder in die Dreads bindet.

 





Wie in einer anderen Welt

29 12 2011

Es ist Nacht. Ich sitze in dem Zimmer, dass vor einiger Zeit mal das meine war, auf einer Luftmatratze, an der Stelle, an der einst mein Bett stand, in einer Nacht, die an einen gewöhnlichen Mittwochabend anschließt, ein gewöhnlicher Mittwochabend, wie er es vor einiger Z – eit mal war, damals, als dieses Zimmer noch mir gehörte und ich ein Bett besaß, was an der Stelle stand, an der ich nun auf der Luftmatratze sitze und diese Zeilen tippe.

Ein gewöhnlicher Mittwochabend bestand zu jener Zeit aus einem Besuch einer in Dortmund befindlichen Kneipe – nennen wir sie den „Platz an der Sonne“ -, in der man zusammenkam, wenn es einem bis zum Freitag noch zu lange dauerte. Dieser Besuch war neben dem Wochenende das zweite Highlight der Woche; billiges Bier und eine Sauna voller zumeist herzlicher Menschen, die man kannte und mochte. Die Abende endeten nicht selten im Rausch und zu spät für mich, die noch einen 1,5stündigen Heimweg hatte und am nächsten Morgen nur mit Not aus dem Bett kam.

Heute war also einer dieser gewöhnlichen Abende, doch er war für kaum jemanden mehr als für mich gewöhnlich. Ich betrat mein einstiges Stammlokal. Ich kannte niemanden mehr.
Ich sah zwei drei bekannte Gesichter und weiterhin drängten sich bloß sardinenbüchsenartig viele unbekannte Personen an einander, sodass ich schiere Mühe hatte, zu den mir bekannten Menschen durchzudringen. Das darf man nicht falsch verstehen – in dieser Kneipe ging es grundsätzlich zu wie in einer Fischbüchse. Doch zu jener damaligen Zeit störte es mich keineswegs, wenn ich nämlich die Gesichter meiner Freunde am anderen Ende des Ladens erspähte und mich voll freudiger Erwartung zu ihnen durchkämpfte und, kaum am Tresen angekommen, schon mein Stammgetränk angeboten bekam.

Doch an diesem heutigen Abend zog ich nicht meinen gewohnten Weg durch die Kneipe, da niemand am anderen Ende stand, zu dem ich hätte durchdringen wollen. Ich suchte auch nicht den Gratispostkartenständer auf, um meine Sammlung zu erweitern. Ich schob mich durch die Massen von Neustudenten und Freizeithipstern und sehnte mich danach, dass es endlich spät genug sein würde, um einen Bekannten zu empfangen, dem ich etwas zu überreichen hatte.
Es tauchte noch ein guter Freund auf, mit dem ich mich eine kurze Weile lang unterhielt, bis er sehr bald schon wieder gehen musste. Und dann vermisste ich meine einstigen Freunde.

Wo waren sie?
Wieso kamen sie an diesem gewöhnlichen Mittwochabend nicht her?
Was ist passiert in diesen eineinhalb Jahren, in denen ich diese Kneipe nicht mehr besucht hatte?

Alles war wie ausgewechselt. Ich fühlte mich fremd, als würden alle Blicke, die mich dann und wann streiften, rufen „Du bist nicht von hier, du gehörst hier nicht hin!“
Es schien mir, als sei ich in einem Paralleluniversum gelandet. In der gleichen Kneipe mit dem gleichen Personal, doch mit anderen Fremdwesen, die an mir vorbeisahen und auf die ich mich nicht freute und nichts gab.

B: „Hast du denn sonst jemandem hallo gesagt?“
L: „Wem sollte ich denn hallo sagen?“
B: „Na den anderen, die du hier kennst.“
L: „Wieso sollte ich Leute begrüßen, die sich nicht einmal für meinen Verbleib interessieren? Damit sie kurz ein Hallo von sich geben und letztlich über mich herziehen?“
B: „Es wäre doch sicher interessant, sich die Reaktionen anzusehen.“

Und dann dachte ich einmal mehr über den Begriff „Freundschaft“ nach.
Freundschaft zeigt sich doch nur dann, wenn sie auf eine harte Probe gestellt wird, wie zum Beispiel durch den Umstand, dass man nicht mehr in unmittelbarer Nähe zu einander wohnt. Wenn man über 400 Kilometer von seinen Freunden entfernt lebt, sie nur alle paar Monate einmal für ein paar Tage sieht, dann stellt sich sehr schnell heraus, wer wahrlich an einem interessiert ist.
Selbst dann, wenn man nicht in regelmäßigem Kontakt zu einander steht, bemerkt man doch den Unterschied zwischen einem Freund der sich wahrhaftig über ein Treffen freut und jemandem, dessen Stimme zwar fragt, wie das Studium läuft, aber dessen Augen verraten, dass er sich nur selbst ein besseres Gewissen verschaffen möchte.

Diesen Menschen bedeute ich vermutlich heute nicht weniger als damals; es ist jedoch der Ausdruck in den Augen, der sich geändert hat. Früher war nichts Heuchlerisches dabei, wenn es an einem Abend nicht über den Smalltalk hinausging. Man sah sich ja sowieso mindestens einmal in der Woche und wusste vom Anderen, wie er sein Leben verbringt. Doch wenn dann plötzlich einer aus dem Kreis heraustritt, um ein Leben in einer größeren Entfernung zu führen, und nach einiger Zeit wiederkehrt, um einen gewöhnlichen Mittwochabend mit seinen Bekannten und Freunden zu verbringen, und diese dann plötzlich nicht mehr da sind…

Und nun sitze ich hier in diesem Zimmer, in dem ich niemals wieder so sitzen können werde, weil es aufgegeben werden wird, und frage mich, wie ich nur in diese völlig andere Welt gelangen konnte, und denke an vor zwei Jahren und vor drei Jahren und vor vier Jahren. Und ich denke an die Menschen, die ich einst kannte und mochte und die mich kannten und mochten und die nun wie ausradiert sind und muss mir eingestehen, dass ich nicht einfach in meine einstige Stammkneipe gehen kann und alles so vorfinde, wie ich es hinterlassen habe.

Wenn ich mir doch noch so sehr wünsche, dass alles gleich geblieben sein soll – es ist es nicht, denn so wie ich mich verändert habe, ohne es selbst sehen zu wollen oder zu können, so hat sich auch die Welt um mich herum gewandelt. Das sollte einem Verstandeswesen zwar klar sein, doch fällt es mir schwer, der Welt dies zuzugestehen.

 





I [heart] Star Wars

15 12 2011

Ich hätte es ja fast vergessen:

Wenn ihr Glück habt, könnt ihr in der Herrenabteilung von h&m noch dieses wunderlustige Star Wars Shirt bekommen ;)
Ich kaufte es zwar schon vor einem Monat, aber ich denke, sie haben es noch im Angebot.





Rund um den Filz

15 12 2011

Da die Resonanz auf meine Dreads doch in letzter Zeit ein wenig angestiegen ist, werde ich „die Tage“ eine neue Kategorie einrichten, in der ich dann ab und zu mal ein bisschen über meine Dreads plaudere und meine Frisuren und Tipps zum Besten gebe.
Danke google, dass du mich so berühmt machtest :D

Übrigens: Falls ihr selbst Dreads habt, könnt ihr euch gern im Forum der Dreadcommunity anmelden. Wir freuen uns über jeden Zuwachs :)





Christmas is all around

14 12 2011

Wisst ihr was?
Ich liebe Weihnachten!

Für gewöhnlich fange ich so im Januar an, mich auf den Weihnachtsmarkt zu freuen. Beinahe das ganze Jahr lang denke ich ständig darüber nach, wie schön es doch wäre, mal wieder einen Punsch zu trinken und dass ich mich ja nie entscheiden kann, ob ich Kakao lieber mit Rum oder Amaretto mag. Ich sehne mich nach gebrannten Mandeln, Zuckerwatte und gebackenem Käse mit Hollandaise und summe hier und da ein Weihnachtslied vor mich hin.
Kaum dass mein Geburtstag vergangen ist, überlege ich mir, was ich mir zu Weihnachten wüsnchen kann und gleichzeitig, was ich meinen Liebsten schenken möchte, wenn ihre Geburtstage herum sind.

Die Wahrheit ist jedoch – und es ist in jedem Jahr das gleiche – dass ich den Weihnachtsmarkt, wenn es dann an der Zeit ist, ziemlich doof finde. Alles ist zu voll, zu teuer, zu hässlich, zu wenig lecker. Ob ich Kakao mit Amaretto oder Rum trinke – schlecht wird mir sowieso! Niemals gibt es etwas Neues, weil jedes Jahr die selben Stände an den selben Stellen stehen und das selbe Angebot haben – nur in jedem Jahr ein bisschen teurer. Und man friert. Und wenn es zu warm ist um zu frieren, so wie in diesem Jahr, dann wird man nass. Leute verschütten ihre Glühweine auf anderleuts Mänteln. Es stinkt nach Fritierfett. Und die Karussells sind auch nicht mehr so schön wie sie es damals waren, als man selbst noch ein Kind war.

Aber ich liebe Weihnachten trotzdem.

Dieses Jahr habe ich das erste Mal seit einigen Jahren wieder Kekse gebacken, zusammen mit einer Freundin aus der Uni. Währenddessen hörten wir den wundervollen Weihnachtssender von #Musik und schwelgten in Erinnerungen an unsere Jugend (weil wir so alt sind!).
Erstaunlicherweise beschäftige ich mich nun schon seit einigen Tagen damit, Weihnachtsgeschenke zu basteln und schön zu verpacken und es will und will kein Ende nehmen. Meine ganze Wohnung ist voll mit irgendwelchen weihnachtlichen Artikeln, Tüten, Geschenkpapieren, Schleifenbändern, und in 8 Tagen fahre ich schon nach hause. Bis dahin muss natürlich alles fertig sein und im besten Fall komme ich noch dazu, für das Studium zu lernen und meine Wohnung auf Vordermann zu bringen.
Aber das sind eher so die nebensächlichen Dinge.
Es ist Weihnachten, verdammt, da soll man doch Liebe und Freude empfinden! :)





Das Stress-Kreativitäts-Dilemma

8 11 2011

Die Semesterferien sind zuende. Drei Monate lang hatte ich Zeit, um all die tollen Dinge zu tun, für die ich während des Semesters keine Zeit hatte. Malen, fotografieren, lesen, schreiben, Gitarre spielen. Und was habe ich gemacht? Nüscht hab ich gemacht!
Ich gammelte und verkam, ich verbrachte Stund und Stund mit lustigen Bildchen im Internet, ohne die Motivation aufbringen zu können, etwas Schönes zu tun. Etwas, das mich fordert und glücklich macht wie es mich nun einmal glücklich macht, wenn ich etwas Kreatives zu tun habe. Ich schaute How I met your Mother und The Big Bang Theory. Ich tat nichts für mich.

Mein Problem an der ganzen Kreativität, Muße und Motivation ist – und zwar seit jeher -, dass ich aufgeschmissen bin, sobald ich kein Ziel und keinen geregelten Tagesablauf habe. Sobald es etwas zu tun gibt und ich gefordert bin, blüht meine Kreativität nur so auf und ich kann tausend tolle Dinge verrichten. Leider wirkt sich dies natürlich nie auf die wichtigen Dinge aus.
Ich sollte Referate vorbereiten, aber ich scanne lieber Fotos mit meinem neuen Superscanner ein oder setze mich an die Nähmaschine. Und so verbringe ich Tag für Tag damit, Prioritäten zu finden und eins nach dem Anderen hintenan zu stellen, bis irgendwann der wahre Zeitdruck aufkommt und ich mir denke „Verflucht, hättest du mal früher angefangen!“.
Wenn man sich die schönen Dinge jedoch für seine Freizeit aufspart und wartet, bis die wichtigen Arbeiten verrichtet sind, dann hat man entweder wieder das Problem, dass die Kreativitätskurve abfällt und man am gleichen Punkt steht wie in den Semesterferien, oder aber dass es wieder andere furchtbar wichtige Aufgaben zu bewältigen gibt, sodass man seine Freizeitgestaltung erneut zurückstellen muss.

So schiebe ich dieses ganze Dilemma meinem Charakter in die Schuhe und muss versuchen, zwischen all den wichtigen Erledigungen immer mal ein bisschen kreativ zu sein. Eine Naht am Tag, ein Foto in der Nacht.

Und nun werde ich mich um den Haushalt kümmern und danach ganz fleißig an meinen Referaten basteln.
Ja nee, ist klar.





Ich würde brennen

12 09 2011

Oftmals ist es für mich nur ein schmaler Grat zwischen Glückseligkeit und tiefster Unzufriedenheit. Beides ist unter Anderem abhängig vom Ausmaß meiner Langeweile, Beschäftigung oder Kreativität. Es gibt Zeiten, in denen ich ausgelastet bin, aber nicht überfordert; in denen die Sonne scheint und ich die Enten und Möwen fotografieren kann; in denen ich einfach den ganzen Tag lese, male, nähe… Und dann wiederum kann meine Stimmung von jetzt auf gleich kippen. Geht es mir körperlich nicht gut, findet der Geist keine Ruhe und umgekehrt -  bin ich innerlich aufgewühlt, wird mir schlecht oder kalt.
Natürlich ist es manchmal unschön, wenn ich mit meinem plötzlichen Launenumschwung nicht umgehen kann und dabei meinen Mitmenschen auf den Wecker falle, aber andererseits ist dies vielleicht auch bloß eine Charaktereigenschaft, die mich zu dem Menschen macht, der ich bin.

In den letzten Tagen empfand ich viel Freude und Zufriedenheit, doch nun sind plötzlich diese Träume wieder da. Ich wache auf und frage mich für einen Moment, ob es wahr ist, was dort geschah. Es ist niemals wahr, doch was wahr ist, das sind die Wut, Trauer und Angst, die nach diesen Träumen in mir verbleiben. Ich werde dann starr und weiß nicht, wie ich diese Träume deuten soll.
Sind es nur Hirngespinste? Könnte etwas davon doch wahr sein? Oder könnte etwas davon sogar wahr werden, so als sei der Traum eine Vorahnung oder Weißsagung?

Wäre ich Liz Sherman aus Hellboy, dann würde ich in diesem Moment einfach in Flammen aufgehen. Ich würde vor Wut und Angst und Trauer alles um mich herum in Brand setzen.
Doch anstelle des Feuers bleibt nach diesen Träumen nur eine Kälte zurück, ein dicker Nebel aus Zweifel und Furcht. Und es sind höchstens meine Augen, die brennen, von den vielen Tränen, die ich in meinen Träumen geweint habe.





Trendscheiße

31 08 2011

Wieso?

Wieso wieso wieso wieso wieso wieso?

Wieso wieso wieso wieso wieso wieso wieso wieso wieso wieso wieso?

Sie machen so viel Geld mit Hipstertum und wir gewöhnlichen Leute, die einfach gerne Kameras sammeln, sind so richtig angeschissen.

Scheißtrends.
Trendscheiß.

Zweihundertachtzig.








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