Dies ist mein Name

Dark-Hurt-Torn. Seit Jahren begleitet mich dieser Name, auf Schritt und Tritt quasi, denn er ist seitdem das Pseudonym für mein Erscheinen im Netz, wurde nur selten ersetzt durch irgendwelche anderen Pseudonyme, die alle zwar irgendwo mit meiner Person verbunden waren, doch nie so exakt ausdrückten, wer ich bin und was es war, was mich eben zu dieser Lara machte.

Dass ich diesen Namen wählte, ist nun etwa siebeneinhalb Jahre her und was mich dazu bewegte, ist schon lange vergangen. Nichts desto weniger krallen sich dieser Name und dieses Wesen, welches ich durch ihn erschaffen habe oder umgekehrt, welches diesen Namen erschuf, hartnäckig an meine Präsenz im Internet und wann immer ich nach einem geeigneten Pseudonym suche, ist doch dieses als Erstes wieder zur Stelle und proklamiert, nichts sei mir näher und nichts könne mein Wesen besser zusammenfassen als jenes!
Doch wie viel Enttäuschung, Zerstörung, Finsternis und Bitterkeit steckt nun noch in mir?

In einem Gespräch erinnerte mich A.S. daran, dass ich einst sagte, ich würde diesen Namen ändern, sogesehen als letzten Schritt, um für mich selbst mit dem Vergangenen abzuschließen. Es sei ja nicht so, als dass ich nicht schon öfter darüber nachdachte. Doch wie schon beschrieben, scheitere ich bei der Namensfindung an diesem einen Punkt, nämlich dem, dass kein Pseudonym dieser Welt besser beschreiben könnte, wer und was ich bin.

Und je mehr ich darüber nachdenke, desto hartnäckiger drängt sich mir die Frage auf, ob ich nicht letztlich so sehr daran hänge, weil ich Angst habe, wirklich über die Grenze zu treten und zu sagen „Ich bin nicht mehr der Mensch, der ich damals war. Ich bin gewachsen und stehe über all dem, was mir damals Kummer bereitete.“

Es ist doch auch ein Akt der Verlustangst, irgendwo. Doch was sollte nun noch daran hängen, was ich verlieren könnte? Was ich nicht verlieren dürfte oder wollen könnte?

Es wird Zeit.

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Ein Gedanke zu “Dies ist mein Name

  1. Dein Beitrag ist ja schon was älter, aber ich lese nicht soo oft hier. 😉

    Mir ging´s mal ähnlich. Ich hatte einige Jahre einen „düsteren“ Nickname für Chats, Blogs etc. Ist entstanden in einer doofen, schwierigen, traurigen Phase in meinem Leben.
    Irgendwann fiel mir auch auf, dass es mir gut geht, der Nickname eigentlich nicht mehr passt. Aber die Trennung davon fiel doch irgendwie schwer.

    Bei der Anmeldung in einem uns gut bekannten Forum wollte ich diesen alten Namen nicht mehr benutzen, mir fiel aber kein schöner neuer Name ein, der mich gut kleidet.

    Schließlich bin ich dazu übergegangen mich so zu nennen wie ich eben heiße. Denn mein Name nennt mich am besten.
    Alles von früher ist nicht weg, aber viel Neues ist dazu gekommen und das bin ich eben ich, Fiona. Deswegen einfach Fiona. 🙂

    Nur Mut! (wenn du den Mut nicht schon gefunden hast)

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