Für sich selbst leben.

Niemand ist mit seinen Sorgen und Problemen allein. Schaut man sich um, sieht und hört man von hunderten, von tausenden Menschen die gleichen Aussagen über das Leben, die Probleme, die mit ihm einhergehen und deren Bewältigung.

Mit seinen Sorgen und Problemen ist also kein Mensch allein auf dieser Welt. Doch für sich selbst leben, das muss jeder.

Solche von Euch, die meine Beiträge lesen, wissen, dass ich mich gerade in einer nicht allzu leichten Zeit befinde. In ein paar Wochen stehen meine Abiturprüfungen an, vieles gilt es bis dahin noch zu erledigen, und mein Amt als Stufensprecherin meines Jahrganges macht es mir nicht wesentlich leichter. Im Gegenteil.

Wären dies die einzigen Sorgen, gepaart mit ein wenig Ungewissheit im Hinblick auf die Zukunft – ich wäre weitgehend zufrieden.

Doch was mich beherrscht ist diese Verworrenheit in meinem eigenen Leben, dieses Unwissen darüber, wohin man mit sich selbst und all den Gedanken soll. Ich möchte am liebsten schreien, um diese Klagelaute in mir zu übertönen, doch Betäubung nützt in diesem Falle rein gar nichts.

Dazu kommen noch die Sorgen meiner Mitmenschen, der Familie also, der besten Freunde, des Partners. Auch sie bedeuten natürlich eine Fülle von Gedankengut, welche ich mir einverleiben muss. Muss, ja, in gewisser Weise schon. Eher noch passiv als aktiv, da mir natürlich die Sorgen derer, die mir am Herzen liegen, nicht egal sein können.

Und was mit dieser Fülle einhergeht, bedeutet auch wiederum Leere im Kopf und ein Stein auf den Schultern. Ein immenser Stein. Welcher mich davon abhält, für mich selbst zu leben.

Doch wie mit diesem Dilemma entgehen?

Ich kann diese Dinge nicht hinten anstellen… Auch wenn die Vernunft sagt, dass die eigene Problembewältigung und das Streben nach der eigenen Zufriedenheit und Ausgeglichenheit im Vordergrund zu stehen haben… Es hieße, ich müsste meinen Freunden und meiner Beziehung entsagen, um nur allein für mich da zu sein.

Doch dies ist ein Schritt, der unmöglich zu gehen ist.

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