Dichtkunst und Poetry Slam

Heute habe ich zufällig einen sehr interessanten Menschen kennengelernt.

Alles trug sich zu im Deutsch-LK – der Lehrer kommt rein, im Schlepptau zwei studentenähnliche Kerle, einer davon mit einer großen Brille, über den wir uns lustig machten, oder über die, besser gesagt; die Brille.
Lars Ruppel sei sein Name, er komme aus Marburg und er wolle uns den „Poetry Slam“ vermitteln. Netter Mensch, keine Frage.
Doch was ist nun eigentlich Poetry Slam, fragte ich mich?
Lars erklärte.
Der Poetry Slam – wie ich es nun wiedergebe – ist etwas wie ein Poesiewettbewerb, nur in cooler. Teilnehmer können mit ihrer selbst geschaffenen Dichtkunst einfach vortragen und dabei gegen einander antreten. Fast regellos läuft dieser Slam ab. Es gibt eine zeitliche Begrenzung von fünf Minuten pro Vortrag, man darf nicht verkleidet auf der Bühne erscheinen, es dürfen keine Hilfsgegenstände wie Instrumente mit auf die Bühne genommen werden.

Mein Interesse war geweckt.
Wie lange sitze ich schon an meinem ewigen Schreibtisch, seit Jahren!, und schreibe meine kleinen Werke, die ich nun manchmal selbst nicht verstehe.
Natürlich, sie wären nicht das richtige für einen solchen Wettbewerb. Zu kurz, zu gefühlsgeladen, vielleicht auch zu unverständlich (wo ich sie ja selbst nicht verstehe).
Doch wo wäre der Wust aus meinem Kopf besser aufgehoben als auf einer Bühne? Woher soll ich wissen, was ich tatsächlich kann, wenn ich es nicht einfach mal vortrage, in die Welt hinaus schreie?

Und als wären meine Gedanken erhört worden (oder als wäre ich einfach zu berechenbar), bot Lars uns allen an, an einem Workshop teilzunehmen, sogar direkt in Herne, und unter seiner (professionellen) Anleitung den Poeten aus uns herauszukitzeln.

Ich habe in jedem Falle Blut geleckt, denn so etwas, so eine Art Lesung, nur wesentlich aufregender weil weniger steif, habe ich mir schon lange erträumt.

Wenn Ihr wissen wollt, wer Lars ist, dann besucht doch seine Website.

Und wenn Ihr auch noch nicht ganz verstanden haben solltet, was es mit diesem Poetry Slam auf sich hat (gut, ich habe nun wirklich eine ganz kurze Fassung abgegeben!), dann seht doch am besten noch diese Seite an.

Die Stücke „Kinder“ und „Viva la Penetration“ hat Lars übrigens auch in unserem Kurs vorgetragen. Wir haben definitiv gelegen vor lachen 😉

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