Kleiner Sch(m)erz am Rande

Um es kurz zu machen: Aaaaaaaaaaaaaaaaaahhhhhhhhh! Ist Anti-Warzen-Tinktur, die schon beinahe ein Jahr lang abgelaufen ist, eigentlich besonders aggressiv zur Haut? Ganz koscher kommt es mir jedenfalls nicht vor, was dieses Mittel mit meiner Haut anstellt. Eine halbe Woche lang hat es eine halbwegs entzündete Wunde hinterlassen, jetzt gerade einmal wieder angewendet und mittlerweile frage ich mich, ob es nicht tatsächlich doch weniger schmerzhaft wäre, wenn ich das Warzenvieh einfach vereisen lasse (Memo an mich selbst: Beim letzten Mal wärst du gern gestorben, mein Mädchen!).

Allgemein gesehen war heute aber ein sehr schöner Tag!
Mein Wecker klingelte um 06:10, gegen 06:15 bin ich aufgestanden, nachdem das gewohnte „Wachsitzen“ keine Wirkung gezeigt hat. Von da an wusste ich schon, dass ich den vormittäglichen Unterricht sicher nicht mit meiner einen Tass Kaff überleben würde. Ich trat also meine gewohnten Wege an (Klo, Küche, Bad, Küche, Esszimmer, Küche, Esszimmer, Bad, Bude, Klo, Keller, Bus) und fand mich schneller als ich wachwerden konnte in der Schule wieder; zweite Tass Kaff inklusive.
Wie müde ich wirklich war, stellte ich allerdings erst fest, als ich mitten im Satz stocken musste, weil ich auf das einfache Wort „Naturwissenschaften“ nicht mehr kam. Beinahe wäre mir sogar peinlicherweise das Wort „Wissenschaftswissenschaften“ herausgerutscht! Was auch immer ich letzte Nacht im Schlaf gemacht habe – ich sollte es demnächst besser auf das Wochenende verschieben!

Nach der Schule überkam mich die Lust auf Sonne, Wasser, Wiese und Entspannung. Ich fragte also herum, wer Lust hätte, mit mir eine kleine Unternehmung zu einem Park mit See zu machen, dem Hund zuliebe, dann könne er planschen. D. hatte Zeit, fand allerdings, dass Hunde unter Kniehöhe Ungeziefer sind. Pech, mein Dackel ist nicht höher als eine Wurst. Er sagte trotzdem zu. Horstmarer See Lünen? Nein, kein Ticket. Westfalenpark? Gar nicht erst ausgesprochen, zu teuer. Fredenbaum also! Direkt um die Ecke (um Ds Ecke) und somit am preisgünstigsten weil mit keinen weiteren Unkosten verbunden.
Schwupp, ich meine Sachen gepackt: Handtuch, Decke, Spielzeug für den Hund, Trinken, Schokolade, Kippen, Hund; ab in den Bus, den Zug, durch den Bahnhof und hinein in die Freiheit!

Ja, der Tag war echt schön. Mein Hund lernte eine Horde von Wildgänsen kennen (genannt auch: Die amerikanische Kavallerie), paddelte mit seinem eigenen Schwanz um die Wette und ich fragte mich, wieso ich eigentlich geduscht hatte, da mein Hund sich natürlich unmittelbar vor meiner Nase den Schlamm aus dem Fell schütteln musste. Hach, ich liebe diesen kleinen Stinker!
D. erzählte von seinen dreimonatigen nahtodgleichen Erlebnissen mit seiner – wie er es so schön nannte – Zwangsmitbewohnerin, die völlig zu unrecht – und zwar in mehrfacher Hinsicht – eifersüchtig auf mich war. Tja, es kann eben nur eine Muffinbäckerin im Leben eines Mannes geben! Schlussendlich saßen wir noch eine Weile auf einer Bank im Herzen der Dortmunder Nordstadt und aßen ein Eis, während um uns herum türkische Mädchen und Jungen und biertrinkende Männer lärmten.
Ja, so ging mein Tag aus. Schön war er, japp japp.

Und ich habe Seifenblasen! =)

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